Lebensmitel

Warum müssen wir überhaupt essen?
Warum stirbt der Mensch ohne Nahrung?

Aus einem richtigen Empfinden hatte man in früherer Zeit den Begriff Lebensmittel, das heisst Vermittler von Leben, das sich der Mensch auf diese Weise zuführt.

Lebensmittel kann nur sein, was Leben enthält.

Im Laufe der naturwissenschaftlichen Forschungen haben die Menschen ihr Augenmerk nicht mehr auf das Leben als Kraft gerichtet, sondern auf die Substanzen - das heisst, ei- gentlich die "Verpackung", denn Leben ist eine besondere Kraft, die nur an bestimmte Sub- stanzen gebunden sein kann. Deshalb spricht man heute eher von Nahrungsmitteln.

Da man heute glaubt, das Leben als Kraft nicht recht fassen zu können, erscheint auf den Deklarationen, wieviel Kalorien/Joule ein Nahrungsmittel enthält. Kalorien/Joule bezeich- nen, wieviel Wärme beim Verbrennen der betreffenden Substanz entstehen. Es handelt sich um technische Begriffe, die ihre Berechtigung haben. Beim Lebensmittel kommt es nicht auf den Brennwert, sondern auf den Lebensgehalt an. Benzin und Wachs haben sehr hohe Brennwerte, sind aber trotzdem keine Lebensmittel. Auch die Auflistung bei der Dekla- ration in Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse, Mineralstoffe, Vitamine usw. ist ein Notbehelf, der nicht viel aussagt, da diese Bezeichnungen das Wesentliche, das Leben nicht erfassen.

Welches Nahrungsmittel ist nun reich an Leben? Da man das Leben nicht so bestimmen kann wie Kalorien, sollte man vom Leben selbst ausgehen.

Der noch ungeborene Mensch bezieht sein Leben über die Mutter. Auch nach der Geburt versorgt die Mutter ihn mit Milch, die für den Säugling das ideal angepasste Lebensmittel ist. Mit etwa sechs Monaten erfolgt ein allmählicher Übergang auf Früchte, Getreide, Kuh- milch usw, die eben Leben enthalten. Woher aber bezieht die Kuh ihr Leben? Natürlich von den Pflanzen, den die Kuh ist ein reiner Vegetarier.

Es ist nun aufschlussreich, dass die Menschen seit alten Zeiten nur das Fleisch von Tieren essen, die selber keine Fleischfresser sind. Zum Verständnis dieser Verhältnisse muss man wissen, dass nur die Pflanzenwelt in der Lage ist, wirklich neues Leben zu bil- den, von denen dann die Tiere leben.

Nach der den Menschen heute anerzogenen Denkweise glauben die meisten, dass die Pflanze genauso von Kalium, Phosphor und Stickstoff lebt wie Tiere von den Pflanzen. Die Pflanze kann aber aus diesen Stoffen kein Leben entnehmen, da diese ja völlig tot sind.

Welche Bedeutung haben dann aber die erwähnten Mineralien bei der Düngung?
Kalium befähigt die Pflanze Wasser aufnehmen zu können. So ist Wasser ein Hauptträger des Lebens, jedoch ist lebendiges Wasser etwas ganz anderes.

Phosphor hilft ihr, dass sie überhaupt Kohlenhydrate bilden kann. Als Lebenssubstanz braucht sie auch eine gewisse Menge Eiweiss (stickstoffhaltig), das jedoch seine Hauptbe-deutung erst bei Tier und Mensch erreicht.

Das wichtigste für die Pflanze ist das Licht.

Mit Hilfe des Chlorophylls kann sie durch die Fotosynthese aus Kohlensäure und Wasser ihre Grundsubstanz, die Kohlenhydrate bilden. In den Kohlenhydraten, die die Pflanze bildet, ist Wasser lebendig gemacht worden. Leben entstammt also dem Sonnenlicht!

Leben ist umgewandeltes Licht

Isst man nun das Fleisch eines Tieres, so stammt dieses Leben indirekt von der Pflanze. Das heisst, das Leben, das im Tier wirkt, ist eigentlich schon second-hand. Würde man jetzt ein Tier essen, das wieder von Tieren lebt, die selber wieder Fleischfresser sind, so hätte man immer noch eine Nahrunsmittel, aber kaum noch ein Lebensmittel, da das Leben, das letztlich vom Sonnenlicht kommt, allmählich vermindert worden ist.

Pflanzenkost enthält also summarisch gesprochen wesentlich mehr Leben als tierische Kost. Dass letztere dennoch ihre Bedeutung und Berechtigung hat, wird später dargestellt werden.