Nahrungsmittelproduktion

Nichts ist rentabler als Wasser zu verkaufen!

Durch die Gabe von Kaliumsalzen werden die Pflanzen gezwungen, vermehrt Wasser auf- zunehmen. Doch damit ist in keiner Weise gesagt, dass auch der Lebensgehalt angestie- gen ist. Es kann sich ja auch um nicht organisiertes, totes Wasser handeln. Und da sich Leben - wie schon ausgeführt - als Kraft nicht ohne weiteres messen lässt im Gegensatz zum gewichtsmässigen Ertrag, glaubt man, mit einem quantitativen Mehrertrag auch mehr wirkliche Lebensmittel produziert zu haben.

Entsprechendes gilt für den Stickstoff: In organischer Form kann dieser aus dem Mist aufgenommen werden, wodurch der Kreislauf des Lebens erhalten bleibt. Im Kunstdünger liegt der Stickstoff jedoch als leichtlösliches Nitrat vor und deshalb kann, resp. muss er von den Pflanzen aufgenommen werden. Sie kann diese übermässigen Mengen nicht mehr verarbeiten und deshalb kommt es zu Rückständen, die in höchst giftige Nitrosamine umge-wandelt werden können.

Die Anbaumethoden sind intensiviert worden. Dazu hat in erster Linie beigetragen, dass es möglich war, Pflanzensorten und Tiere so weiterzuzüchten, dass sie mehr Ertrag abwer- fen. Es ist aber für die ganze Ernährung von Bedeutung, dass die Hochzucht für die Pflanze eine Hochleistung bedeutet, die sich bald erschöpft, so dass neues Saatgut gekauft wer- den muss.

Hochgezüchtete Sorten sind auf chemischen Pflanzenschutz angewiesen, um überhaupt noch lebensfähig zu sein. Die Prüfung neuer Getreidesorten erfolgt auf einem Feld mit künstlicher Düngung. Wenn die Pflanze diese nicht verträgt, scheidet sie aus. Die ursprüng- lichen Getreidesorten waren anspruchslos und widerstandsfähig und brauchten keine Düngung, da eine lebendiger Boden mit der Fülle der verschiedenen Pflanzen ihnen gibt, was sie brauchten.

Dasselbe gilt für hochgezüchtete Rinder, Schweine, Hühner und andere organische Pro- duzenten. Diese sind auf spezielles Futter angewiesen. Die Hochleistung einer modernen Kuh ist auf die Verabreichung von sogenanntem Kraftfutter angewiesen, wobei völlig offen ist, woher diese Kraft kommt. So fütterte man bedenkenlos viele Jahre Kühe mit Eiweiss, das meist aus der Kadaververwertung stammt. Man missachtete, dass das Rind zu den strengsten Vegetariern gehört, also die Verfütterung von tierischen Produkten, die ja zum grossen Teil wieder von Rindern stammten, völlig widernatürlich ist. Man zwang die Rinder sozusagen zum Kannibalismus. Erst als der sogenannte Rinderwahnsinn (BSE) auftrat, kam es zum Verbot solcher Zusätze. Richtiger wäre es jedoch , die Folge einer solchen perversen Fütterungsart Menschenwahnsinn zu nennen, da die Krankheit durch den Wahn der Menschen hervorgerufen wurde, dass Pflanzen und Tiere nach denselben chemischen Gesetzen wie eine chemische Fabrik produzieren.

Es ist an der Zeit zu erkennen, dass es sich dabei nicht etwa um eine Art Betriebsunfall handelt, sondern um einen schweren Fehler im Denken und Verhalten des Menschen zu Natur und Leben. Der offensichtlich verlorengegangene Instinkt muss nun durch die Er- kenntnisse der Zusammenhänge ersetzt werden. Bedeutsam sind nicht die kurzfristigen und vordergründigen Störungen durch falsche oder unzureichende Ernährung beziehungs-weise Fütterung, sondern bei weitem entscheidender für das gesamte Leben sind die langfristigen Einflüsse.

In den letzten Jahren wurden Untersuchungen veröffentlicht, die eindeutig zeigen, dass die Fruchtbarkeit weitgehend von der Ernährung abhängig ist. Bei Kaninchen, die konventionell gefüttert wurden, war die Trächtigkeitsrate in der ersten Generation gleich hoch wie bei je- nen, die Futter aus biologischem Anbau erhielten. Bereits in der zweiten Generation lag sie aber unter 60%. Erwähnenswert ist, dass sich die Zusammensetzung des Futters nach Nährstoffgehalt und den üblichen Analysen nicht unterschied.

In letzter Zeit erschienen mehrere Arbeiten, die zeigten, dass sich die Spermaqualität der Männer in den letzten 50 Jahren dramatisch verschlechterte.

Konsequenzen für uns:

Pflanzliche Lebensmittel sind für uns optimal, wenn sie aus biologischem Landbau stam- men. Dasselbe gilt natürlich auch für tierische Produkte. Rindfleisch als Produkt einer rein vegetarischen Ernährung enthält sicher mehr Leben als Zuchtfische. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, würde ich Fleisch von Tieren bevorzugen, bei denen sich eine Mästung nicht lohnt (Ziege, Schaf, Pferd, Raubfische).