Schwermetalltest

Über Schwermetallbelastung wird zunehmend gesprochen.

Im Vordergrund steht dabei häufig das Amalgam (Quecksilber). Zunehmend an Bedeutung gewinnen heute aber Aluminium, Platin (Katalysatoren) und Cadmium, während die Gefahr einer Bleibelastung langsam abnimmt. Diese toxischen Mineralien werden dank des sau- ren Regens im Boden löslicher und somit von den Pflanzen besser aufgenommen.

Die Gefahr der Schwermetallbelastung besteht darin, dass im Zentrum der verschiedenen Enzyme die alle Stoffwechselvorgänge erst möglich machen, immer ein Metallion sitzt. Schwermetalle haben die Tendenz, die richtigen Metallionen in diesen Enzymen zu verdrän- gen. Dann funktionieren diese Enzyme nicht mehr richtig, und die ganze Stoffwechsel- tätigkeit ist somit eingeschränkt.

Da in sehr vielen Enzymen Zink das zentrale Metallion darstellt, fördert ein Zinkmangel natürlich die Gefahr einer Schwermetallvergiftung. Bei Zinkmangel versucht der Körper sich teilweise dadurch zu schützen, dass er das ebenfalls zweiwertige Kupfer anstelle von Zink in die Enzyme einbaut.

Wir weisen die Schwerbelastung des Körpers mit einer Urinuntersuchung nach. Die häufig gefundene Ausscheidung von Kupfer ist dabei eben nicht das Zeichen einer Kupferüber- lastung, sondern das Zeichen eines Zinkmangels und zeigt somit die Gefahr einer Schwer- metallbelastung.

Werden toxische Metalle wie Quecksilber, Aluminium, Platin, Cadmium oder Blei gefunden, ist die Situation klar, und eine Ausleitung dieser Metalle hat höchste Priorität.

Wenn wir im Urintest keine Metallausscheidung finden, heisst das nicht, dass keine Be- lastung besteht, sondern nur, dass keine Schwermetalle ausgeschieden werden. Es könn- te ja sein, dass Ihr Grundsystem die toxischen Metalle speichert.

Aus einem negativen Urintest dürfen wir also nicht den Schluss ziehen, dass alles normal sei. In diesem Falle ist es nötig, dass wir mit einem Chelatbildner (Mercuval/300 mg) wie mit einem Magnet versuchen, allfällig gespeicherte Schwermetalle zu lösen. Erst wenn wir dann keine toxischen Metalle finden, sind wir sicher, dass keine Belastung durch giftige Me- talle besteht.

Ich verzichte auf die intravenöse Gabe von "Magnetmitteln", obwohl diese quantitativ exak- tere Resultate ergeben. Für mich ist nämlich nicht wichtig, ob viel oder sehr viel Schwer- metall gespeichert wird. Für das weitere Vorgehen reicht mir zu wissen, dass eine Schwer- metallbelastung besteht.

Wenn die Schwermetalle auch nicht an allen ihnen zugeschrieben Folgen wirklich schuld sind, ist es doch sehr wichtig, dass sie ausgeleitet werden. So lange sie nämlich im Körper verbleiben können sie jeden Behandlungsversuch blockieren.